er kniff die augen zusammen und ließ seinen blick entlang der wasserlinie, von dem punkt aus, wo er sie zuletzt sah, wandern, bis er sie entdeckte, kurz vor der landspitze, der vorgelagerten insel, richtung süden. er war wohl eingeschlafen, nach dem schwimmen im eiskalten atlantik. er prüfte den sonnenstand, schätzte die uhrzeit, schätzte den zeitpunkt der höchsten flut, windstärke und richtung, überprüfte den proviant, und schaute erneut in richtung landspitze. sie war auf dem rückweg und er erwartete ihre rückkehr nun in 17 oder 18 minuten, wie er schätzte. jetzt fing sie an zu laufen, er liebte ihre bewegung, den ausdruck, die anmut darin. er liebte ihren körper, wie man einen körper nur lieben kann, ein tempel, templum ihrer seele, die ihn eines tages erreichte, in deren bann schlug, gleichsam epiphantisch. die liebe verzeiht alles, auch und sogar sich selbst, dachte er, und winkte ihr zu, deren bezogene existenz, die noch unsicher in ihm wirkte, diffus, also noch grenzenlos war, aber noch nicht im umfange. allerdings begann sie sich zu verdichten, auf sie, auf diese per sona hin, eine gerichtetheit zu bekommen, die ihn seit einigen tagen trug, ihm gefiel und er zuließ, soweit ihm das möglich war. er hörte sie rufen, sprang auf und lief langsam auf sie zu. komm, komm mit mir, ich muss dir etwas zeigen, solange die flut es noch nicht geholt hat, sie lächelte, und schlang ihre arme um seinen hals. ihre haare waren noch feucht und salzig, spuren von creme auf ihrer stirn, ihr lippenstift beim schwimmen verloren gegangen, sie roch nach meer, und ihrer haut, die nun wieder warm war, und die nun einen leichten kupferton besaß, der sich in letzten tagen einstellte. es tut mir leid, flüsterte er in ihr ohr, ich wollte dich nicht verletzen, ich .. red nicht lange daher, hör auf, bitte, du bist eben ein furchtbarer .. kerl, ein ungeheuer, manchmal, und grenzenlos in deinen gedanken, das ist dein wesen, ich .. bin .. verliebt in dich, so, jetzt weißt du auch das, sie tippte mit ihrem finger auf seine nase und zog in kräftig an seinem ohr. komm jetzt endlich, oder soll ich dich vielleicht tragen, es ist nicht weit



