selbst die hoffnung ist verliebt, ins gelingen. das interessante am lottospiel ist, nicht daß lose verkauft werden, mit gewinnchancen versehen, sondern es wird hoffnung verkauft, die eine woche dann trägt. die hoffnung ist eine verlässliche größe, im vergleich zu den chancen eines gewinnes. unser kalkül von wahrscheinlichkeiten ist alltäglich, in der regel erfahrungs und gefühlsbasiert, dennoch wird gespielt. die hoffnungen knüpfen an ereignisse, oft an ideale zustände, die nach eintritt, therapeutisch wirken sollen. die hoffnung imprägniert unser leben gegen die vielfalt von enttäuschungen, die eingetretenen, wie die kommenden. die erhofften angelegenheiten sind mit glück verbunden, sexuelles glück, finanzielles glück, das glück der gesundheit.., es handelt sich um einen escapismus in wartestellung, auf ein elysium, heraus aus der gefühlten bedrängnis, oftmals ohne not, einem optimierungs bedürfnis folgend. die ökonomie befindet, die menschlichen bedürnisse seien unbegrenzt, die triebfeder des sogenannten fortschrittes, eine atavistische feststellung. die minimum faktoren nehmen zu, sie verweisen auf zunehmende kritische bedingungen. hierzu zähle ich auch die produktions-faktoren für glück, vernunft, daraus u.a. die bescheidenheit und maßhaltigkeit. die nationalstaatlichkeit behindert leuchtturm projekte, die extraterritorial ein leben mit minimumfaktoren proklamieren könnten, als erfolgs modell für die lebendigkeit und wirksamkeit der arete, eine politisch ethisch sezessive exklave mit einem einzigen exportgut, international aufgestellt, einem wunderschönen bild, vom menschen, appollinisch-dionysisch, so wie es einmal war, eine antike vorstellung, haha, dionysisch im sinne einer horizontalen regulation*, appollinisch im sinne einer vertikalität.
* H. Marcuse, Triebstruktur und Gesellschaft, Suhrkamp, 1965


