ich werde ihn besuchen, den gärtner von Ottobeuren, er will mich durchs kloster führen, ist jetzt 78, trat mit 35 jahren in den Orden ein, ist Benediktiner. wir quatschten für ‘ne stunde, im zug. er war landwirt, arbeitete in frankreich, wie ich, auf einem hof, erzählte geschichten vom kloster, seinem garten, seiner mönchszelle, drei zimmer, was ihnen die dortige bevölkerung beständig neidete. acht seien übrig geblieben, brüder, keine einzige schwester, hatte ein sack voller tomaten dabei, er schenkte mir zehn, eine musste ich sofort probieren. realpräsenz, transsubstantion, eucharistie, beinahe hätte er verpasst auszusteigen, so verquatscht waren wir. ich brachte ihn schnell nach draußen, blockierte die tür. ich versprach ihn zu besuchen, er versprach mir, eine persönliche führung durch das größte der klöster. ich werde dort nächtigen, unter einem dach mit Pater Josef, gehen in die morgen Messe, trinken abends ein bier zusammen, und quatschen wieder, über gott und die welt, ich freu’ mich drauf.


