wie schade, so schade, keine empathie, kein miteinander, keine würdigung, dessen, was ist. alles zahl, überall zahlen, ohne ende, das faszinosum Pythagoras’, alles ist zahl, verständlich, Platon knüpfte daran an, aber alles hat nun eine zahl, alles berechenbar, wägbar, geschenke gibt es nicht mehr, sie werden sofort verrechnet, in den bilanzen des zwischenmenschlichen, aufgewogen, aktiviert und abgeschrieben. ich stelle die dinge auf den kopf, ich betrachte alles als geschenk, jeden tag, das alltägliche, selbst dinge, die ich kaufe, behandle ich als geschenk, nehme mich heraus, aus der ökonomie. hinzu tritt die kunst der sofortigen verrechnung, deren unmittelbarkeit, aus der tatsache herrührend, daß sich niemand mehr selbst vertraut, seinen urteilen, wer kann denn anderen vertrauen, ohne urteilskraft.


