weithin hörbar, läuten die glocken, von den türmen, des kapitals, in den metropolen, läuten ein, ihren eigenen niedergang. schatz, ja, wie gefällt dir das, was, schau doch her, sorry, das andere hat mir besser gefallen, das blaue, ja, ok, und die schuhe, perfekt, die haare, nicht anders, mehr schminke, nöö, du brauchst keine schminke, danke, mit oder ohne, ohne, süße, wenn du magst, es macht mich nach einem glas schon fast besinnungslos, haha, schön, dann mit, oops, wir müssen reden, ok, über was, über uns, ok, geht es etwas genauer, später, ok. ciao Giorgio, tuto bene, grazie, du, mach uns bitte einen Cesar salad, als prima piati, keine antipasti heute, eine carbonara, für mich das saltimbocca, extra schuss Marsala, du weißt, haha, eine halbe flasche, ach, irgendwas weißes aus dem Friaul, einen weißburgunder, du weißt schon, was wir mögen, amico, grazie. die leute drehten ihre köpfe, du hast völlig den verstand, verloren, rief sie, laut, coram publico, lachte schallend dazu, hielt inne und fing an ihn zu beschimpfen, ebenso laut, du ..daher weht der wind also, du wurm, du mieser kleiner..wurm, ich sollte dich zertreten, ja, wie einen wurm, wie ich die gottesanbeterin in meiner küche neulich, mit meinen bloßen händen…sollte ich dich erwürgen, du ..die tränen kullerten und tropften, du hast gesagt, du liebst mich, und jetzt, jetzt willst du eine polygone beziehung, polyamor liebling, nenne mich nicht liebling, du schwein, liebling bitte, du schwein du schwein, oink oink, sie trat ihn unter dem tisch, traf ihn, mehrfach hart, er wich nicht aus, Georgio näherte sich, zwei espressi, zwei sambuca, gehen auf mich, danke Georgio, bring die flasche, nix flasche, du bleibst nüchtern, du verräter, du bleibst nüchtern, bis ich betrunken bin, dann schwörst du mir alles, was ich will, ich will..sie kippte die zwei sambuca, nahm ihm seinen espresso weg, und bestellte das gleich noch mal, jetzt kannst du flasche bringen, Giorgio, bitte, rief sie ihm nach. sie war nun erschöpft von ihrem furor, nahm seinen arm dankend an, und gingen, sie zog mit dem anderen arm hüpfend ihre schuhe aus, schmiß sie ihm vor die füße, heb’ sie auf, du..ja doch, er balancierte, schaffte es die schuhe zu greifen, ohne ihr seine stütze zu entziehen, wohin, zu mir, daß ich dein gesicht morgen nicht ertragen muss, glaub nur nicht..nein, ich bring’ dich ins bett, dann gehe ich, träum weiter, du scheusal..ich liebe dich doch, jaja, du poligoner lüstling, trag’ mich jetzt, du sollst mich tragen, los, er nahm sie huckepack, sie gab ihm die sporen, und rief, ho ho, es heißt hü, liebling, er trabte los, sie rief hu hu, er rief hü hü, sie brüllten vor lachen, sie sanken nieder, im park, sie war doch ohne, sie zog ihn an sich, sie liebten sich. es gab nur eine für ihn, wie für sie, sie wussten beide darum. auf dem balkon, zuhause, sprachen sie, liebevoll und mit mut.
* AC/DC


