seine tage waren hilflos, gegenüber der macht, der wucht der vergangenheit, ihrer präsenz, allgegenwart, alles sprach zu ihm, im präteritum, wie wenn seine realität, die gegenwart nicht mehr erreichte, der augenblick war im so fremd, wie die zukunft entfernt. er brachte den brief zum briefkasten, an der ecke, ging weiter, solange, bis er endlich wusste wohin. salu George, comment vas-tu, ca marche, assieds-toi. er setzte sich, zu der runde, an deren rand, verzichtete auf den eingeräumten platz, positionierte sich dort, verlor sich kurz in gemeinplätzen, schützte verpflichtungen dergestalt vor, wie, zu führende telefonate, die waschmaschine, das essen auf dem herd, und verabschiedete sich hastig. wieder zuhause, schaute er sich fotographien an, ordnete diese, nach dem grade ihres wohlbefindens, bis, zuletzt das abschiedsfoto platz fand, am ende seiner reihung, ihr entschluss fest, ihr ausdruck erleichtert schien, von einer last, die er nicht wahrgenommen hatte, ihm entging, die er kurz aufblitzen sah, eines abends, dann entglitt, der abend, wo er sie fragte, was sie denn sehe in ihm, nebst den banalitäten, am rande befindlichen geschehnissen, die besuche, die reisen, die trunkenen nächte, die leidenschaft, wo sie plötzlich ihre leichtigkeit verlor, sich konzentrierte, zugleich abwesend schien, und ausweichend wurde, wo er doch ihre direktheit so schätzte. er ging weiter, bis zur pont neuf, starrte dort in die tiefe, lachte auf, über die sich durch wellen brechenden spiegelungen, der so festen umgebung, den häusern, deren lichter, sah sich selbst darin, da oder dort wohnend, in einem dieser häuser, versetzte sich dort hinein, auf ein klingeln wartend, auf ein, ich bin’s, Judith, machst du bitte auf.

Herz und Mund und Tat und Leben