ich bin einfach idealistisch, zu idealistisch, auch und gerade in den ansprüchen an mich selbst, manchmal komme ich zurecht damit, meistens eigentlich, aber dann, an tagen, scheue ich die konfrontation mit der welt, ich pralle förmlich auf sie, werde zurückgeworfen auf mich, dann will, dann muss ich vorangehen, an mir selbst arbeiten, mich entwerfen, zumindest mich dann weiter entwickeln, ein stück weit, unabhängig von da draußen, das kann natürlich nicht gelingen, dann stecke ich fest, innen, außen, was zuerst, wo anfangen, manchmal ist das schon zum verzweifeln, mir fehlt dann ein stück gesunder pragmatismus, gesund in dem sinne, daß er mich nicht verschlingt, ich darin untergehe, daß er um seine platz weiß, ich auf ihn zurückgreifen kann, wenn, also autonom, es passt. ok, alles verstanden, das kenne ich, gut, deutscher idealismus, in folge perfektionismus, selbstzweifel, die fortführung der metaphysik, mit anderen mitteln, statt gott, weltgeist, die transzendenz in unseren händen, und verantwortung, statt paradies, ein telelogisches großes finale, dialektisch zu entwickeln, in einer großen unsicherheit verbleibend, das selbst als permanente, immer wieder neu zu formulierende these, die welt da draußen antithetisch dazu, erfolge sind nur kleinste bruchstücke, synthetische fragmente, ein puzzle, was kein bild ergibt. wir christen stellen das, sozusagen, auf den kopf, wir entwerfen ein gesamtbild und suchen für unsere puzzlestücke den platz auf diesem bild, passen es ein, werden damit natürlich auch kein ende finden, haha, aber wir hatten wenigstens besuch, mit eu angelion im gepäck, für unsere mühsal, wir haben ihn dafür flugs ans kreuz genagelt, ganz pragmatisch, aber aufgrund der gnade unseres schöpfers, wird uns das vergeben, die botschaft bleibt, der teil und das ganze bleiben verbunden.


