so sagen sie. so schreiben sie, lehren sie, venia legendi, fakultativ, nach eigenem ermessen, kaum etwas obligatorisch, außer die narzistische selbstverpflichtung zur ehre, die als erbietung zu leisten ist, von anderen, eine implizierte bringschuld ist, im dunstkreis derer, die sich machtvoll wähnen, in deren geleit, die liebedienerisch sind und falsches im herzen tragen, die nicht um ihren platz wissen, eitle ignoranz zeigen, schamlos. die erinnerungen fielen ihm zu, langsam, wie schneeflocken, im august, landeten sanft, bedeckten ihn zunehmend, leichtes gestöber da und dort, häufchen bildend und kahle stellen, ein terrain aus seinem erlebten. während er diese landschaft betrachtete, liegend, am strand, kinder lärmten, das rauschen der see, das schreien der möven in der ferne ihn erreichte, stubste ihn jemand. hallo, wer bistn du. er richtete sich auf. der kleine junge saß direkt neben ihm, schaute ihn an. ich, ich bin der weihnachtsmann, auf sommerurlaub, träumte eben so vor mich hin. er grinste, von was hastn du geträumt. von schnee, der im sommer fällt. gibts ja gar nicht. stimmt, aber davon träumen kann man aber. hmmm, aber.. die mutter rief, Lukas, komm bitte, wir müssen los. er stand auf, drehte sich kurz um, rief tschüs weihnachtsmann. tschüs Lukas. er stapfte durch den trockenen sand zurück. der wind nahm zu, von den dünen in seinem rücken brachte er deren sand, der stellenweise auf ihm zu liegen kam. er schloss die augen, genoss den wind, den prickelnden sand auf seiner haut, und dachte an ihre berührungen, an genau dieser stelle, vor jahren, so vielen jahren, wo sie ihn mit ihrer entschlossenen sanftheit berührte, beschloss ihn festzuhalten, in dieser sanftheit, ihn gründlich verwirrte, aufbrach, loslöste und für sich zubereitete, in stimmungen versetzte, die sie am abend für sich verwandte, ihn verspeiste, er sich hoffnungslos in sie verliebte.


