ein kleines dorf, unweit von Merida, noch in der Extremadura gelegen, am Río Guadiana, kurz hinter Montijo, siebenundzwanzig häuser, die kleine dorf kirche, la Santa Teresa, von Avila, die einspurige strasse führt daran vorbei, wie an der aufgegebenen kleinen wache, der abaceria, für lebensmittel, den zwei verfallenen häusern am ende des ortes, abseits der strasse, unterhalb der kleinen anhöhe, wo die bäume mit ihren gekalkten stämmen gleisten, in der harten sonne, ein verwaltungsgebäude, wie es scheint, und sie verlor sich, entlang des flusses, richtung Badajoz, richtung Portugal. irgendwann, per autostop, dort hängen geblieben, auf dem kleinen dorffest, zwei oder drei tage, unter den bäumen geschlafen, unter schlangen, dem pfarrer beim weine versprochen das läutwerk der kirche zu inspizieren, nach möglichkeit wieder gangbar zu machen, dessen englisch meinen spanischkenntnissen entsprach, rudimentär war, die kinder, halbversteckt hinter rockschößen hervorlugten, ihn zu beobachten, junge frauen vorbeistolzierten, ihre schönheit zu markte trugen, die jungen männer zusammen saßen, und sangen und den frauen nachschauten, die abendstimmung wie heilig darüber lag, im versprechen der liebe und leidenschaft, in der nacht, unten am fluß, die väter die jungen männer beäugten, prüften. er war nun zurückgekommen. die kleinen veränderungen die er fand, musste er suchen, mit seinen erinnerungen verglichen waren es bereits wieder veraltete reklameschilder, ein funkmast, ein weiteres verlassenes haus, zwei neubauten am hügel, die bäume verschwunden, die abaceria geschlossen, binnen fünfzig jahren. nach dem besuch bei dem priester, der zwei stunden vor dem sonntagsgottesdienst anreiste, bot ihm dieser an, nach seiner erzählung über das läutwerk, welches wieder defekt war, eine bleibe für ihn zu suchen, er versprach im gegenzug dessen reparatur, falls möglich, wollte dort nun länger bleiben, bei einer alten frau sich einquartieren, die sympathien für ihn entwickelte, die den priester fragte, der diesen seinen wunsch nach dem gottesdienst an die wenigen kirchenbesucher richtete, ob er denn die kleine miete auch entrichten könne, worauf er diese für drei monate im voraus bezahlte, sie freundlich lächelte, ihn anstrahlte als der priester ihr übersetzte, er werde auch in zukunft diese vorauszahlungen leisten.


