es gibt AC/DC tage, tage mit Keith, tage mit Robben, tage mit fusion, tage für popular musik, soul tage, tage für standards, barocco geht immer und cross over tage, es gibt sie in breit und schmal, dedicated and broad spectrum, shoot from the hip und play list tage. die tage sind gleich lang, verschieden breit, verschieden in ihrer tiefe, transparent und opaque, bunt und farblos, b&w mit unterschiedlicher gradation, harte kontraste, übergänge. tage mit büchern, der inneren dialoge, tage der verweigerung und abkehr, der widmung, des widerrufs, endlose tage, tage des vergessens, tage ohne widerkehr. let’s play ball. er hatte ein mehr als fotografisches gedächtnis, verbunden mit luciden träumen, die unzuverlässig zwar, aber doch irgendwie regelmäßig, immer wieder auftauchten, nächtens, aber auch am tage, mitunter, so konnte er eintauchen, erlebnisinhalte sich gleichsam wieder vorspielen, aber auch veränderungen vornehmen, entscheidungen in der vergangenheit revidieren, deren verzweigungen anders wahrnehmen, corriger la fortune, im virtuellen. er lag im dunkeln, die augen offen, in die stille hineinhörend, nur unterbrochen durch gelegentlich vorbei fahrende züge, deren geräusche er liebte, die metallischen, die wind- und geräusche der oberleitung, der dieselmotoren, der kupplungen und drehgestelle, sie fuhren langsam, manche hielten an, andere rauschten geradezu vorbei. aus der konturlosigkeit des dunklen raumes tauchten die ersten, noch verschwommen, schemenhaft, bilder auf, in langsamem wechsel, sich bewegende standbilder, die sich überlappten, plötzlich fotografisch scharf und kristallklar wurden, wieder verschwanden, bis sich nach kurzer zeit die bildinhalte anfingen zu bewegen, sich ein bild, die anderen verdrängend, ausbreitete, seinen vollen blickwinkel dann umfasste. sie schaute ihn an, trat auf ihn zu, lächelte, sprach, er konnte sie nicht hören, wußte aber was sie ihm sagte. warum hast du mich verlassen, mein licht, mein luzifer. er sah sich eintreten in diese szene, sah seinen rücken, drehte sich darin um und schaute sich in die augen, sie trat neben ihn, wohin schaust du, Adrian, ihre haut, so weiß wie das kleid, was sie löste, an den trägern, es hinab sank, langsam, er schaute in ihre augen, minzgrün, die ihn fixierten, er löste sich und seine blicke wanderten nun, entlang der konturen ihres gesichtes, des halses, des dekolletees, ihrer brüste, ihres rumpfes, wanderten hinab, entlang ihrer beine und er fand seine nackten füße den ihren gegenüber stehend. küss mich. er richtete seinen kopf wieder auf, spürte ihren atem, ihre blicke, betrachtete ihren mund, ihre lippen, nun geschlossen, von schmerzender schönheit, er verlor sich in ihrem duft, ging auf in der wärme und feuchte des kusses, umfasste sie und hielt diesen moment fest, diesen kuss, der ihn so viel mehr erfüllte, der so viel intimer war, als die darauf folgende leidenschaftliche umarmung.