was machen wir heute, mal was ganz neues. nein, erziehung hatten wir, mit und ohne, diverse rollenspiele, krankenhaus, pflegeheim, kloster, werkstatt, schule etc etc, bleibt nicht viel über. die schiebetür zum garten war offen, der gesang der vögel mischte sich mit dem strassenlärm, eine tram fuhr quietschend vorbei, läutete. sie hatte seine musik aufgelegt, irgendwas von bach, wie er sagte, klaviermusik, die sie als geklimper wahrnahm, spurlos, kinderstimmen aus einem garten, in der nachbarschaft. magst du etwas trinken. noch nicht, danke. das schulmädchen hat dir doch gefallen, oder. es hat mir alles gefallen, auch das. diesmal vielleicht jünger, keine 18, oder 16, vielleicht vierzehn, ich kann das. wie soll das funktionieren, du bist mitte zwanzig, schätze ich. danke, also das, gib mir 15 minuten. sie kam zurück, in einer schuluniform, mit ballerinas, geflochtenen zöpfen, weißer bluse, fast ungeschminkt, etwas rouge auf den wangen. geben sie mir zwanzig euro, ja, und ich erzähle ihnen was, von meiner klasse untzo, vielleicht zeige ich ihnen auch was, mal sehen. er dachte plötzlich an seine jugendliebe, katholisch war sie, aus einer unternehmerfamilie, in dieser kleinstadt, diese unsägliche, die von einem hilfsarbeiter, türkischer herkunft, geschwängert wurde, wie es stadtgespräch war, nach dem sie mit ihm gebrochen hatte, auf geheiß des vaters, deren mutter ihm als die hinreißendste frau vorkam, die er sich manchmal als seine mutter wünschte, so elegant, so erfrischend herzlich und interessiert an ihm, die die katastrophe wohl voraussah, in kenntnis und vorahnung. hast wohl keinen bock alter, aber die zwanzig euro behalte ich, ätsch. sie streckte ihre zunge heraus, halb nur. er löste ihre zöpfe, das dunkle lange haar, kastanie und umbra, im ton, fiel nun wieder, er zog ihre uniform aus, sie half ihm verwundert dabei und wartete. du bist schön, ich mag dich wirklich. komm, lass uns essen gehen, um die ecke, zieh dir irgendeinen fummel an, ok, und hinterher gehen wir einfach ins bett, wenn du magst, wie mann und frau, szenen einer ehe, er lachte schallend, drehte die musik lauter, während sie sich anzog, für ihn.