ich nehme wahr, also bin ich, könnte ich titeln, die wahrnehmung als substrat unseres bewußtseins, eine mögliche substanzeigenschaft, dritte substanz*, vormals angedeutet, hiermit aber noch nicht verworfen. das bewußtsein als ergebnis einer faltung des datenstroms unserer sinne, der rohdaten, erzeugt den bewussten augenblick, als zeitintervall, das fenster einer mathematischen faltung f*g, die als produkt ihrer fourier transformierten, deren spektren also, im frequenzbereich anzutreffen sind. eine varianz der individuellen augenblickszeit lässt die vermutung zu, daß diese korreliert mit cognitiven fähigkeiten, und unserer affekt resistenz, also kulturphänomene möglich macht. eine künstliche beeinflussung, durch drogen beispielsweise, bewusstsein verändert, auch das phänomen schlaf hierunter fällt, als faltungs effekt. der raum der faltung ist ein dynamischer speicherbereich, ein fifo stack, das kurzzeitgedächtnis der rohdaten. die ergebnisse der faltung überdecken diesen, bilden den augenblick τ, enthalten dessen dataset, plus faltungsdaten, ein assoziativ und korrelativer schwebungszustand, polyvalente symbolebenen einbindend, das ist bewusstsein. die frequenz der gehirnwellen, ihre periodendauer, korrelliert mit der o.g. hypothese bezüglich der zeitdauer des fensters der faltung. bei höchster cognitiver leistung, gamma wellen bis 140 Hz, verkleinert sich das zeitliche fenster der faltung, stellt gehirnleistung für den cognitiven prozess zur verfügung,in einer pulsbreiten modulation, wir sind hochkonzentriert, aber unbewusster, dies entspricht auch unserer erfahrung, unsere zeitwahrnehmung verändert sich.
* substanzbegriffe des Aristoteles zu grunde gelegt


