formerly known as Vivienne, von Nantes, er nannte sie nun Viv, mit ihrer erlaubnis, als er sie so benannte, eines nachts, einer ihrer nächte, die sie zusammen verbrachten in der enge und bescheidenheit der kleinen pension, die sie abseits der Route de Paris ansteuerten, da sie es nicht mehr aushielten, vor verlangen aufeinander, am nachmittag, wo sie zwei weitere nächte blieben, ihre verabredungen sausen liessen, sonstwo in Paris, die vorlesungen, la famille, die freunde, abtauchten in ihrer schier bodenlosen leidenschaft, in ihrem hunger auf diese nähe, die ihnen zuvor fremd war, sie nur vom hörensagen kannten, oder aus der literatur, angelesen war, in unerreichbarer ferne schien, doch bereits so nah war, sie kannten sich bereits seit jahren, pflegten ein eher geschwisterliches verhältnis, er noch auf der suche nach sich selbst, wo er nähe und freundschaften zu meiden wußte, bis sie sich in dem kummer einer eher unbedeutenden liebschaft, wie sie später sich behauptete, sich ihm anvertraute, er sie plötzlich, trotz ihrer langjährigen vertrautheit, in dem lichte ihrer leidenschaft, der hingabe, ihrer gedanklichen tiefe, als frau sah, wahr nahm, sich ein zärtliches gefühl für sie einstellte, das ihn lange zeit trug, bis er sich ihr offenbarte, sie dadurch unglücklich machte, für einen schwachen moment, in ihrer angst, ihn dadurch zu verlieren. sie hatten sich gefunden, lebten im selben arrondissement, um zwei ecken getrennt, wechselten, in ihrem nun gemeinsamen bewohnen der beiden behausungen, nach gusto, nach gefühl und wellenschlag, für tage oder stunden, waren ein paar, inter pares, in ihrer liebe, wo sie mehr teilten, als sie besaßen, nicht in ihrer liebe, die ihnen in fülle zur seite stand, so profunde, so frisch, wie jeder morgen, der sie begleitete, auf dem wege in ihre fakultäten, wo sie sich vertieften, in ihre sujets, und nicht enden wollende gespräche darüber, ihre liebe bereicherten, in den abendstunden, wo sie sich umkreisten, wie von einem zauber getragen, bis sie wieder zu einander fanden, fest umschlungen, sich festhaltend, und gehalten, und sich an dieser maßlosen freiheit ihrer verbundenheit, eben so, sich erfreuten, maßlos, wie ihnen ihr glück widerfuhr, von ihnen gewürdigt, als poetisches geschenk, der muse, die sie begleitete, Erato, die ihnen mehr als zugetan war, die nun sie suchte als templon, ihrer repräsentanz und verwirklichung, in den gefilden, die sie für die beiden vorsah, ein elysium, und als dank, ..und als gebet an die irdischen, sich nicht loszusagen von ihrer bereitschaft, bereit zu sein, zu geben. Viv, wo bis du.. hier, bei dir bin ich, bin in dir, durch dich, beloved.
the song is you, I am singing you, my love, my gift, show me, its beyond, where you are, too.


