gott der händler und diebe, geleit der seelen in die unterwelt, glück und zufall bereitend. ein ewig reisender, in diesen angelegenheiten, beflügelt und rastlos, erledigt er sein geschäft. er versprach ihr seine baldige rückkehr. sie war nervös und froh über seine begleitung zum flughafen, pünktlich der flug, er winkte ihr noch zu, tränen in ihren augen, die er durch die scheiben des sicherheitsbereiches sehen konnte, berührten ihn, tief. er näherte sich dem ausgang, ihm wurde schlecht, er hielt sich fest am türrahmen, übergab sich, und sank auf den boden, seinen auswurf betrachtend, das frühstück in einzelteilen, wie er, zerteilt, so fühlte er sich, in fragmente zerlegt, halb verdaut und ausgespuckt, war plötzlich fassungslos, die tränen rannen ihm über die wangen, er zitterte und die automatiktür suchte einen weg, durch ihn hindurch, schlug gegen seinen leib, im rhytmus eines unglücklichen scharfrichters, der sein ziel verfehlte, der nachschlug, unablässig, um sein werk zu vollenden. sein blutdruck sank von gefährlichen höhen plötzlich hinab, versetzte ihn in eine art agonie, die ihn von seinem schmerz langsam befreite, ihn beruhigte, ihn nachgerade enthob, und fast ein gefühl der leichtigkeit hervorrief. fatima, die entwöhnende, sich entwöhnende dachte er sachte, und er selbst, wie sollte er sich nennen, Gustave, wie Courbet, der maler des Le Désespéré. man eilte ihm zuhilfe, brachte ihm wasser, und stellte ihn nach einiger zeit wieder auf die beine, auf sicheren grund. die sich anschließende tage verbrachte er rastlos, seinen gefühlen folgend, sie immer in begleitung, durch ihre texte, die er nur abends las und beantwortete, um die langen, endlos scheinenden tage, sich im vergessen zu üben, was ihm nicht recht gelingen wollte, dennoch asketisch daran arbeitete und dann schließlich aufgab. sie rückte dadurch wieder in die mitte seines lebens, wie auch seine damit zunehmende sehnsucht nach ihr. sie, die so gar nicht zu ihm passte, wie man ihm unmissverständlich zutrug, die allerdings, wie er nun verstand, als sein eigentliches ziel zu verstehen war, als ziel zu einer weiteren, aber abschliessenden untersuchung der liebe, deren vermögen, zur bedingungslosen entfaltung der geliebten, in freiheit, wie sie auch voraussetzungslos war, in ihrem beginn und gehalt, die es nun festzuhalten galt, und ihr zur entscheidung vorzulegen war.