der zeitbegriff wurde von heidegger nicht explizit ausgearbeitet. der zeitbegriff in der physik ist unhinterfragt ein parametrischer. der subjektive zeitbegriff ist dem phänomen bewusstsein zuzuordnen, unsere vulgäre zeit entspringt diesem geradezu. er wiederspiegelt unsere dreiteilige kategorisierung des phänomens. hier betrachte ich bevorzugt den augenblick. erste analogie : dem welle-teilchen dualismus entspricht das zeitfluss-zeitaugenblick phänomen. die evidenz des zeitflusses liegt in der empirischen betrachtung, zb. der entropie. die evidenz des zeitaugenblicks liegt in der beobachtung des transitorischen flusses der zeit durch uns, zb. ereignis, oder damit verbundenes. das bewusstsein in seiner zeitaugenblicklichkeit ist also ein aktiver vorgang, vom kontinuum in das diskrete, eine art messprozess, der eine zeitliche relation begündet, zeitpunkt – allzeitlichkeit. unsere subjektive weltlichkeit wird also durch eine quantisierung der zeit, des kontinuums zeitfluss, hergestellt. die dekohärenz der diskreten, physischen weltlichkeit hat bezüge zur zeitlichkeit. diese liegt in der synchronisierung der eigenzeiten des individuums. diese garantiert, stellt eine überlappung her, was wir gegenwart nennen. vergangenheit, gegenwart, zukunft.

© tischbeinahe, wiki

* M. Heidegger, Sein und Zeit. Heidegger-Gesamtausgabe, Bd. 2, Abt. 1, veröffentlichte Schriften 1914–1970