wenn ich die tür aufschließe, bist du schon lange unterwegs. ich muss mich aus der kampfzone der belanglosigkeiten befreien, das lösen dieser verknotung eine arbeit ist, die Sisyphos verhängnis gleicht, ich habe den tod nicht überlistet, ich gönne mir ein anderes schicksal, den Gordischen Knoten durchschlage ich, sprichwörtlich, es bedarf keines alexandrinischen gladius, eines bihänders gar, es ist eher eine chirurgische operation, es braucht ein skalpell, eine ruhige hand, klug gesetzte schnitte, die die schlingen zu fall bringen, stück für stück dringe ich hindurch. die quadriga, den wagen lasse ich zurück, keine bequemlichkeiten, die pferde allein, begleiten mich. falls Seneca*, ein schriftsteller, überhaupt etwas bleibendes zu hinterlassen vermochte, dann dies, non vitae sed scholae discimus, womit er wohl die schule der griechischen philosophen meinte, das fehlen einer römischen philosophie die voraussetzung für das entstehen eines imperiums und verantwortlich für dessen untergang war.

*De brevitate Vitae, Seneca, Reclam, eine unlesbare, unerträgliche geschwätzigkeit, oder zeitverschwendung.