turning. weiß, braun, und grün, dann goldgelb, so steht das korn, dann reif, die natürliche farbenpracht, im reigen der jahreszeiten. die erde taumelt, präzediert auf ihrer bahn um das zentralgestirn, der polarstern wird weichen, alpha Lyrae wird seinen platz einnehmen, die Vega, im sternbild Leier, in ca 13.000 jahren. schauen wir die gleiche zeitspanne zurück, das ende einer eiszeit, die neolithische revolution noch in weiter ferne, die menschen als jäger und sammler, unterwegs, in kohorten, unter dem sternenzelt, in ihren unterständen, höhlen schliefen sie, was für ein robustes leben, mit ihrem glück, ihren sorgen. wie sensibel wir geworden sind, sorgen uns um banalitäten. der anklingende kulturpessimismus ist sicher berechtigt, aber, in uns ist diese robustheit immer noch verankert, wir rufen sie nur nicht ab, im globalen westen. die gesellschaften streifen, nachgerade, die hart errungenen einsichten wieder ab, streifen ähnlich umher, wie unsere vorfahren, auf der suche nach mehr materiellem wohlstand, ab surdus. kulturdämmerung, die apokálypsis droht nicht, sie wird unseren kern nur wieder enthüllen, das human humanistische projekt greift zurück, auf bewährtes, wir werden sicher wieder robuster werden, dem tod, den verlusten, dem scheitern gegenüber, unseren falschen stolz verlieren, an der garderobe abgeben, das neue stück heißt, human project 2.0, neues terrain, protagonisten, die gleiche göttliche regie, um uns zur wahren freiheit zu führen, einer kultur der befreiung, von unseren fesseln, in uns, mit besseren texten, für unsere askese, als ewig übende, in der Divina Commedia, ein antipeponthòs für uns alle, mächtiger denn je.