Mein guter Freund, sagte ich – so gewiß ich ich bin und Sie Sie sind – Und wer sind Sie? fragte er. – Bringen Sie mich nicht durcheinander, sagte ich.* die leute, die sich fragen, ob sie sich einen urlaub leisten können, sind mir nahe, die, die sich länglich mit ihresgleichen darüber unterhalten, wo sie als nächstes hinfahren werden, Malediven, Mount Everest, Argentière ins eigene chalet, die halte ich mir vom laib, haha, die richesse, kaum zum aushalten, der nonsense, den sie verbreiten, ihre raffgier und selbstzufriedenheit, ihr klassen bewusstsein, ihr dummdreistes, ihr grundlos elitäres gehabe. baby you can drive my porsche, köstlich. falls einem reichtum nicht reizte, es also nichts gibt, was man caritativ, oder anders, zurückführen könnte, das leben im letzten füntel sich befindet, dann kann die künstlerische tätigkeit, betätigung durchaus reizvoll sein, ein reüssieren sicher fraglich, aber die kunst als essay, möglicherweise als attitüde, ein brauchbarer begleiter sein, als raum des formbaren, jenseits und abseits einer abgeschlossenen erwerbsarbeit. der essayist, mit verlegerischem geschick, eigenem anthologischen periodikum, vierteljährlich erscheinend, mit weitem spektrum, von A wie Adorno bis Z wie Zappa, wird sicher eine wunschvorstellung bleiben, ohne bedauern, aber der versuch sich literarisch zu betätigen, ist sicher verzeihlich, haha.
* Laurence Sterne, from Clonmel, Tipperary


