sie verschränkte ihre beine, verschränkte ihre hände, die sie auf ihrem linken knie platzierte, es mit ihnen umgriff, die arme ausgestreckt, ungeschminkt ihr gesicht, fragend schaute sie ihn an, den kopf etwas angehoben, leicht zur seite geneigt, ihre haare als pferdeschwanz, sie trug das kleid, welches er für sie aussuchte, indigofarben. du bist spät, was war. du, ich habe mich mit Maxim verquatscht, wir..du bist eine stunde zu spät, ein kleiner text, oder so, vielleicht.. liebes, verzeih, ich hätte Maxims handy nehmen müssen, als ich merkte, daß ich spät dran bin, das wäre .. das wollte ich nicht, es tut mir echt leid, ich geh’ schnell einkaufen, dann lass uns feiern. was denn feiern. du, heute ist unser zweijähriges, du hast das also vergessen. nein, nein, hab’ ich nicht, nicht wirklich, den ganzen tag hab’ ich an dich gedacht, wie selten. immer seltener, haha, na wenigstens bist du geständig, liebes. er kaufte ein, holte die pfingstrosen bei seiner floristin ab, und freute sich auf sie, und den abend, die gute flasche wein, die flasche ice imperial, die frischen kräuter, auf sein kochen für sie, die kleinen sätze, die flogen, zwischen küche und terrasse, die mißverständnisse, der akustik wegen, man beinahe zusammenstieß auf dem wege zum anderen, sich in arme fiel, er in schürze, sie in ihrem bezaubernden nichts, sie ihn von sich stieß, fass mich nicht an, du bist nur mein koch, mein hausangestellter, ab, zurück in die küche mit dir, die herrschaften wollen gleich speisen, scherzte, ihr glucksendes lachen, sie wieder im badezimmer verschwand, er den tisch deckte und immer noch so aufgeregt war, fast wie zu beginn ihrer beziehung, vor zwei jahren, als sie feststellte, dann sind wir jetzt ja zusammen, dann gibt es nur noch einmal liebe in der woche, jetzt kannst du zehren von den monaten davor, er sie an sich riss, sie sich wehrte, aus vergnügen und zu scherzen, er sich niederkniete vor ihr und sie mit küssen überhäufte, um eintritt bat in ihren garten, ihr wundersame dinge versprach, geschmeide, reisen, abenteuer für ihr leben, sie in den hellsten töne lachte, sich dann spielerisch hingab, er sie hielt, bis sie beide hungrig und durstig waren, und im bistro dann alles fanden, sich bei allen gelegenheiten an ihren händen fassten, wieder bei ihm zu hause erschöpft und glücklich in ihren kleidern in den schlaf fielen.


