{"id":11758,"date":"2026-06-25T11:11:50","date_gmt":"2026-06-25T11:11:50","guid":{"rendered":"https:\/\/alanrolsky.site\/?p=11758"},"modified":"2026-06-26T18:03:53","modified_gmt":"2026-06-26T18:03:53","slug":"so-this-is-love","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alanrolsky.site\/?p=11758","title":{"rendered":"so this is love*"},"content":{"rendered":"\n<p>from both sides now, tears and fears and feeling proud.** er nahm den inland flug von Melilla, \u00fcber Madrid wollte er, mit zwei, drei tagen aufenthalt dort, zur\u00fcck nach Frankurt. die anreise mit dem zug \u00fcber Marakesch, Casa, Meknes..war mehr als anstrengend, \u00fcberf\u00fcllte bummelz\u00fcge, ohne air conditioning, f\u00fcr die letzte teilstrecke ein billig taxi, alle direktfl\u00fcge von Nador waren abgesagt, ohne gr\u00fcnde. er verschob die termine mit seiner rechtsanw\u00e4ltin, und dr. rootz, von der gegenseite, per sms, kurz und knapp, kann nicht kommen wegen, keine flugverbindung punkt, ohne gru\u00df, weitere erkl\u00e4rung, entschuldigung. arschlecken, rasieren, 8 euro 50, sein innerer kommentar dazu. diese bande von ehrabschneidern und ehrlosen, verkommenen, ruchlosen profitgeiern, und l\u00fcgnern, dachte er. er war in vorbereitung diverser strafanzeigen bei der zust\u00e4ndigen staatsanwaltschaft, inklusive einer eingabe bei der ra-kammer. er hatte die schnauze voll mit diesem gesockse. organ der rechtspflege, er lachte auf, die aufdeckung der konspiration der beteiligten zwei kanzleien, eine davon international aufgestellt, war der tropfen, der das fa\u00df zum \u00fcberlaufen brachte, seinen allgemeinen vertrauensverlust besiegelte, er auszuwandern beschloss, einfach irgendwo hin, die hauptsache in die fremde, wo er sich zur\u00fcckziehen konnte, um zu schreiben, zu lesen, seinen aufgestellten kanon, von adorno, abendroth bis zarathustra, zenon. sein entschluss zu gehen, schien ihm von vorteil, zur\u00fcckgeworfen auf sich zu sein, sprachlich ohnm\u00e4chtig, keine gelegenheit sich irgendwo, irgendwie einzufinden, zu m\u00fcssen, ein leben als schweigender sonderling. zehn vokabeln in der landessprache sollten gen\u00fcgen, danke, bitte, brot, k\u00e4se, wein, wo geht&#8217;s zum ausgang, toilettenpapier. seine frau hatte ihm eh geraten, zu verschwinden, was sie damit meinte, blieb ihr geheimnis, von der bildfl\u00e4che, aus deutschland, aus ihrem leben, aus dem leben. die tage in Essaouira, das september licht, in den abendstunden, die stunden mit ihr im Cafe de france, die gespr\u00e4che, diskussionen, um nichts, die reine lust, sie in einer wei\u00dfen djellaba, er in schwarz gewandet, ihm unvergesslich nun, durch das ende. sie hatten in deutschland bereits aufgeh\u00f6rt, miteinander zu schlafen, es war sein entschluss, den sie, kurz angebunden, mit ohh, schade kommentierte, er sich mehr erhoffte als das, dies ihr verh\u00e4ltnis zu ihm allerdings kl\u00e4rte, neu strukturierte, den kern aufzeigte, der abbildung, also unver\u00e4ndert blieb, was ihn nicht sonderlich \u00fcberraschte, er als appercu in ihrem leben, mit kalkulierter halbwertszeit, sie die leidenschaft, die er f\u00fcr sie empfand, als dreingabe realisierte, auch genoss, aber ihre relation letztlich eine art horizonterweiterung f\u00fcr sie bedeutete, sie manche seiner s\u00e4tze \u00fcbernahm, redewendungen, ihre s\u00e4tze l\u00e4nger und mehr bedeutung gewannen, was ihnen beiden freude bereitete, sie weniger oft widersprach und anfing fragen zu stellen. seine liebe zu ihr war ungebrochen, sein versuch, diese in eine platonische zu transformieren, war bislang ergebnislos, alleinig die aussichtslosigkeit einer dauerhaften bindung, verlieh im die kraft f\u00fcr seinen entschlu\u00df. das eintreten in diese liebe zu ihr war unerwartet, zwar, aber er den ersten anzeichen nicht auswich, was er glaubte gekonnt zu haben, er sie zulie\u00df, da bereits zu beginn deren unweigerliches ende besiegelt schien, was er nun vollzog, nicht aus stolz, nicht als selbstschutz, aus der vernunft und der logik seines herzens heraus, es war einfach so zu tun, dachte er, die entscheidung oblag ihm, er folgte, in demut, in schmerzen, \u00fcber die er sich lustig machte, \u00e4chzte vor verzweiflung, beugte sich, es warf ihn nieder, er kroch, stand wieder auf, strauchelte erneut, er hatte alles, fast alles so vorhergesehen. was er nicht bedachte, war die tiefe ihrer sch\u00f6nheit, abgrundtief, abyss, in die er sich fallen lie\u00df, die er erst im laufe der zeit f\u00fcr sich entdeckte, die er nicht f\u00fcr m\u00f6glich hielt, jenseits all seiner leidenschaft f\u00fcr die k\u00f6rperlichkeit mit ihr, ein \u00e4sthetisches ph\u00e4nomen war, sie war seine Helena, f\u00fchrte ihn zu einer bisher unbekannten wahrnehmung, er nun bereichert, wissender um die erscheinung platonischer formen, fing an zu theoretisieren, um zu dieser empirischen wahrheit distanz zu gewinnen, und verbrannte allen unglauben in seinem inneren, l\u00f6schte alle fotografien von ihr, um ihr unvergleichliches bild  tief in sich zu verwahren, wo es dann unverl\u00f6schlich verbleiben sollte, als Erato, als seine muse, wovon sie wusste, sie alles wusste, \u00fcber ihn, was von bedeutung war, seit er sich ihr offenbarte, ausbreitete, das goldene vlies seiner liebe, in gestalt, und form und z\u00e4rtlichkeit, f\u00fcr sie als wesen, als frau, so wirklich und so real.\n\n\n<\/p>\n<\/p>\n<!-- \/wp:post-content -->\n\n<!-- wp:embed {\"url\":\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=zwHhDpJWdNk\\u0026list=RDzwHhDpJWdNk\\u0026start_radio=1\\u0026pp=ygUXbWlsZSBoaWdoIHllbGxvd2phY2tldHOgBwE%3D\",\"type\":\"video\",\"providerNameSlug\":\"youtube\",\"responsive\":true,\"className\":\"wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"} -->\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Yellowjackets   Mile High\" width=\"620\" height=\"465\" 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